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16.05.2018 16:13

Mauersegler

Mauersegler oder Fledermaus gefunden !

Was nun ??

Zwei fatale Irrtümer kursieren unter Fachleuten wie Laien, wenn es um Mauersegler geht: Ein Mauersegler sei nicht in der Lage, vom Erdboden zu starten und müsse deshalb in die Luft geworfen werden. Diese Handlungsweise ist grundfalsch. Die hoch spezialisierten Dauerflieger begeben sich niemals freiwillig auf den Erdboden.

Findet man einen Mauersegler am Boden, liegt er nicht ohne Grund dort. Häufig kommt es zu Unfällen bei den rasanten Flugspielen der Mauersegler, viele zivilisationsbedingte Gefahrenquellen werden ihnen zum Verhängnis. Auch der Straßenverkehr fordert seinen Tribut. Bei mehrtägiger Kälte, Wind und Regen können sogar gesunde Mauersegler entkräftet zu Boden gehen. Sinkt das Gewicht unter die kritische Grenze von 35 g, sind sie nur noch durch subkutane Infusionen und intensive Pflege zu retten.

 


Rechts: Flügger Jungsegler mit beidseitig gebrochenen Beinen und Gefieder schonendem Kreuzverband. Nach einer knappen Woche konnte der Vogel freigelassen werden.

Wer eine Fledermaus findet, sollte diese möglichst schnell und schonend in Verwahrung nehmen und an einen Experten weiterleiten. Für den Transport kann man eine Pappschachtel oder ein Stoffsäckchen verwenden. Schachteln sollten mit Verstecktüchern ausgelegt sein und ausbruchsicher sein, es ist nicht lustig wenn die Fledermaus während der Autofahrt plötzlich zwischen den Pedalen herumturnt. Vorsicht beim Ergreifen der Tiere. Ist die Fledermaus noch einigermaßen fit, wird man unweigerlich gebissen, deshalb zum eigenen Schutz Handschuhe anziehen oder Hilfsgeräte z.B. Handbesen zum Bugsieren benutzen.

Ohne menschliche Hilfe haben verletzte oder entkräftete Fledermäuse keine Überlebenschance in der Natur.

Links: Kaum daumengroß ist die Zwergfledermaus.

Beratung zur Pflege und Aufzucht von Fledermäusen und Vogelkinder finden Sie bei den Ansprechpartnern der Natur- und Vogelschutzgruppe Griedel:

Horst Balzter, Telefon 06033-60663 und Kurt Kluth, Telefon 06033-60863