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27.09.2018 18:05

Nachtigall und Mönchsgrasmücke erfreuten mit ihrem Gesang 24 Naturfreunde


Bei Vogelstimmenwanderung in Griedel wurden mehr als 50 Vogelarten bestimmt

Der Vorsitzende der Natur- und Vogelschutzgruppe Griedel, Horst Balzter, konnte am Sonntag bereits um 6.00 Uhr, bei gutem Wanderwetter 24 Naturfreunde begrüßen, die sich an der Wetterbrücke in Griedel eingefunden hatten, um an der Vogelstimmenwanderung teilzunehmen. Vogelstimmenexperte Ludwig Repp machte zu Beginn deutlich, dass nicht nur der Gesang, sondern auch Aussehen und Lebensraum der Vögel für ihre Bestimmung eine wichtige Rolle spielen. Während die Lock-, Warn- und Drohrufe meist das ganze Jahr über zu hören sind, ist der Gesang der Männchen an eine bestimmte Jahreszeit gebunden, bei den meisten Singvögeln an das Frühjahr. Er dient in erster Linie der Verteidigung und Abgrenzung des Reviers oder der Anlockung eines Weibchens. Aber auch in der Brutzeit lässt das Vogelmännchen seinen Gesang erschallen - eine Art der Absprache und Synchronisation.

 


Der Beobachtungsplatz an der Wetterbrücke ist ein Geheimtipp für Vogelliebhaber, kann man doch hier auf engstem Raum eine Vielzahl von Vogelarten beobachten. Am Ufer suchten Bachstelzen nach Nahrung. In den Bäumen der Insel beschäftigten sich Ringeltauben mit ihrem Nestbau. Im Gebüsch schmetterte der kleine Zaunkönig sein klangvolles Lied. Selbstverständlich waren auch Buchfinken, Haussperlinge und Dohlen zu beobachten. Am Himmel zeigten Mauersegler sowie Rauch- und Mehlschwalben ihre Flugkünste.

Der erste Teil der Route führte auf dem Naturlehrpfad an der Wetter entlang. Reges Leben herrschte in den Bäumen. Eine Kolonie Wacholderdrosseln hat sich als Lebensraum die Bleiche ausgesucht. Weitere wichtige Biotope mit ganz anderen Vogelarten waren auf dem Wingertberg mit seinen Streuobstbeständen, seiner Heckenlandschaft und seinem Wäldchen zu finden. Beeindruckt waren die Exkursionsteilnehmer vor allem vom abwechslungsreichen und wohlklingenden Gesang von Nachtigallen, die aus den Gebüschen neben dem Weg gleich mehrfach zu hören waren. Für viele Teilnehmer war es das erste Mal, dass sie eine Nachtigall aus nächster Nähe bei ihrem Gesang beobachten konnten. Monoton schmetternde und kristallklare, flötende Touren wechselten sich ab mit einem tiefen, harten „tjuck tjuck“ und zirpenden Teilen, gefolgt vom langen, crescendomäßig anschwellenden Schluchzen. Aber auch alle vier Grasmückenarten konnten bestimmt werden.
 
Dank der freundlichen Genehmigung der Quarzwerke konnte die Gruppe das Abbaugebiet besichtigen. Die Quarzwerke haben hier nach erfolgtem Abbau des Quarzsandes durch umfangreiche Renaturierungs-Maßnahmen viele neue Biotope angelegt, die von der Tierwelt gut angenommen werden. So waren hier die Erdhöhlen der Uferschwalben an einem sandigen Steilhang zu beobachten. Aus der Vielzahl der bestimmten Vogelarten waren zwei seltene Flußregenpfeifer, sowie brütende Graureiher, ein Rotmilan im Flug und mehrere Graugansfamilien mit Jungen die Höhepunkte. Als Zugabe beobachtete die Gruppe einige gut genährte Hasen.
Die letzte Etappe der Wanderung führte entlang des Wäldchens auf dem Wingert, vorbei an der Kudraß-Gedenkstätte zurück zum Dorftreff.
Beim Überqueren der Wetter zeigte sich als absoluter Höhepunkt im Vorbeiflug ein Eisvogel und gleichzeitig überflog in Niedriger Höhe ein Weißstorch die Gruppe
Wie Ludwig Repp in seinem abschließenden Resümee bemerkte, waren es diesmal mehr als 50 Vogelarten, deren Vorhandensein auf der Vogelstimmenwanderung festgestellt werden konnte. Der Vorsitzende der Gruppe, Horst Balzter, bedankte sich bei ihm für eine von Sachkenntnis und der Liebe zur Vogelwelt getragenen Veranstaltung, die für alle Teilnehmer ein Gewinn war. Im Dorftreff saß die Gruppe noch bei Diskussionen und Gesprächen zusammen und stärkte sich dabei mit Würstchen, Kuchen und Getränken, die von den Damen der Vogelschutzgruppe angeboten wurden.

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Der Vorsitzende der Natur- und Vogelschutzgruppe Griedel, Horst Balzter, konnte am Sonntag bereits um 6.00 Uhr, bei gutem Wanderwetter 24 Naturfreunde begrüßen, die sich an der Wetterbrücke in Griedel eingefunden hatten, um an der Vogelstimmenwanderung teilzunehmen. Vogelstimmenexperte Ludwig Repp machte zu Beginn deutlich, dass nicht nur der Gesang, sondern auch Aussehen und Lebensraum der Vögel für ihre Bestimmung eine wichtige Rolle spielen. Während die Lock-, Warn- und Drohrufe meist das ganze Jahr über zu hören sind, ist der Gesang der Männchen an eine bestimmte Jahreszeit gebunden, bei den meisten Singvögeln an das Frühjahr. Er dient in erster Linie der Verteidigung und Abgrenzung des Reviers oder der Anlockung eines Weibchens. Aber auch in der Brutzeit lässt das Vogelmännchen seinen Gesang erschallen - eine Art der Absprache und Synchronisation.

Der Beobachtungsplatz an der Wetterbrücke ist ein Geheimtipp für Vogelliebhaber, kann man doch hier auf engstem Raum eine Vielzahl von Vogelarten beobachten. Am Ufer suchten Bachstelzen nach Nahrung. In den Bäumen der Insel beschäftigten sich Ringeltauben mit ihrem Nestbau. Im Gebüsch schmetterte der kleine Zaunkönig sein klangvolles Lied. Selbstverständlich waren auch Buchfinken, Haussperlinge und Dohlen zu beobachten. Am Himmel zeigten Mauersegler sowie Rauch- und Mehlschwalben ihre Flugkünste.

Der erste Teil der Route führte auf dem Naturlehrpfad an der Wetter entlang. Reges Leben herrschte in den Bäumen. Eine Kolonie Wacholderdrosseln hat sich als Lebensraum die Bleiche ausgesucht. Weitere wichtige Biotope mit ganz anderen Vogelarten waren auf dem Wingertberg mit seinen Streuobstbeständen, seiner Heckenlandschaft und seinem Wäldchen zu finden. Beeindruckt waren die Exkursionsteilnehmer vor allem vom abwechslungsreichen und wohlklingenden Gesang von Nachtigallen, die aus den Gebüschen neben dem Weg gleich mehrfach zu hören waren. Für viele Teilnehmer war es das erste Mal, dass sie eine Nachtigall aus nächster Nähe bei ihrem Gesang beobachten konnten. Monoton schmetternde und kristallklare, flötende Touren wechselten sich ab mit einem tiefen, harten „tjuck tjuck“ und zirpenden Teilen, gefolgt vom langen, crescendomäßig anschwellenden Schluchzen. Aber auch alle vier Grasmückenarten konnten bestimmt werden.

 

Dank der freundlichen Genehmigung der Quarzwerke konnte die Gruppe das Abbaugebiet besichtigen. Die Quarzwerke haben hier nach erfolgtem Abbau des Quarzsandes durch umfangreiche Renaturierungs-Maßnahmen viele neue Biotope angelegt, die von der Tierwelt gut angenommen werden. So waren hier die Erdhöhlen der Uferschwalben an einem sandigen Steilhang zu beobachten. Aus der Vielzahl der bestimmten Vogelarten waren zwei seltene Flußregenpfeifer, sowie brütende Graureiher, ein Rotmilan im Flug und mehrere Graugansfamilien mit Jungen die Höhepunkte. Als Zugabe beobachtete die Gruppe einige gut genährte Hasen.

Die letzte Etappe der Wanderung führte entlang des Wäldchens auf dem Wingert, vorbei an der Kudraß-Gedenkstätte zurück zum Dorftreff.

Beim Überqueren der Wetter zeigte sich als absoluter Höhepunkt im Vorbeiflug ein Eisvogel und gleichzeitig überflog in Niedriger Höhe ein Weißstorch die Gruppe

Wie Ludwig Repp in seinem abschließenden Resümee bemerkte, waren es diesmal mehr als 50 Vogelarten, deren Vorhandensein auf der Vogelstimmenwanderung festgestellt werden konnte. Der Vorsitzende der Gruppe, Horst Balzter, bedankte sich bei ihm für eine von Sachkenntnis und der Liebe zur Vogelwelt getragenen Veranstaltung, die für alle Teilnehmer ein Gewinn war. Im Dorftreff saß die Gruppe noch bei Diskussionen und Gesprächen zusammen und stärkte sich dabei mit Würstchen, Kuchen und Getränken, die von den Damen der Vogelschutzgruppe angeboten wurden.