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16.05.2018 16:13

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Blaukehlchen, Nachtigall und Kuckuck erfreuten 25 Naturfreunde mit ihrem Gesang

Bei der Vogelstimmenwanderung durch die Klosterwiesen wurden 37 Vogelarten bestimmt

Der Vorsitzende der Natur- und Vogelschutzgruppe Griedel, Thorsten Haver, konnte am Sonntag, den 6. Mai um 6.30 Uhr 25 Naturfreunde begrüßen, die sich am Dorftreff in Griedel eingefunden hatten, um an der Vogelstimmenwanderung teilzunehmen. Der erste Teil der Route führte zu den Klosterwiesen. Dort wurde die Truppe von Vogelstimmenexperte und Gebietskenner Dr. Hubertus Hipke in Empfang genommen. Dieser erklärte zu Beginn, dass die Vögel vielfältige Stimmen und Rufe haben. Während die Lock-, Warn- und Drohrufe meist das ganze Jahr über zu hören sind, ist der Gesang der Männchen an eine bestimmte Jahreszeit gebunden, bei den meisten Singvögeln an das Frühjahr. Er dient in erster Linie der Verteidigung und Abgrenzung des Reviers oder der Anlockung eines Weibchens. Aber auch während der Brutzeit lässt das Vogelmännchen seinen Gesang erschallen - eine Art der Absprache und Synchronisation. Zur Bestimmung der Vogelarten spielt aber nicht nur der Gesang, sondern auch Aussehen und Lebensraum der Vögel eine wichtige Rolle. In den Klosterwiesen gab es viele Vogelarten zu entdecken, die typischerweise in Wasser- und Schilfgebiete auftreten und gewöhnlich nicht in anderen Habitaten zu finden sind. So zeigte sich die Rohrammer in ihrem prachtvollen Federkleid am Schilfrand und Nilgänse, Graureiher und Blässhühner hielten sich auf den Wasserflächen auf. Besonders häufig war ebenfalls der Feldschwirl zu hören und auch das Blaukehlchen verriet sich durch seinen Gesang. Neben Rotmilan und Kuckuck traf auch die erste Schafstelze des Jahres im Naturschutzgebiet ein. Beeindruckt waren die Exkursionsteilnehmer vor allem vom abwechslungsreichen und wohlklingenden Gesang von Nachtigallen, die aus den Gebüschen neben dem Weg gleich mehrfach zu hören waren. Monoton schmetternde und kristallklare, flötende Töne wechselten sich ab mit einem tiefen, harten „tjuck tjuck“ und zirpenden Teilen, gefolgt vom langen, crescendomäßig anschwellenden Schluchzen. Reges Leben herrschte vor allem in den Bäumen. Zilpzalp, Fitis und Dohlen sangen neben den fliegenden rau tschackernden Wacholderdrosseln. Imponierend vollzog auch die Dorngrasmücke ihren Paarungstanz, und Garten-, Klapper und Mönchsgrasmücke stimmten mit ein. Auch der Weißstorch kreiste über die Köpfe der Teilnehmer hinweg zu seinem Partner auf den Hochsitz. Insgesamt wurden 37 verschiedene Vögel durch Beobachtungen und Rufe identifiziert, und einige davon sahen oder hörten die Teilnehmer zum ersten Mal. Nach drei Stunden erreichte die Gruppe wieder den Dorftreff, wo bereits ein reichhaltiges Frühstück auf sie wartete. So konnte die Wanderungen noch bei Diskussionen und Gesprächen ausklingen und die Teilnehmer stärkten sich mit Fleischwurst, Brötchen, Kuchen und Getränken, die von den Damen der Vogelschutzgruppe angeboten wurden.