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12.09.2018 06:36

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Wie schon in den vergangenen Jahren wollen wir gemeinsam den Geheimnissen der nächtlichen Lebensweise unserer Fledermäuse auf den Grund gehen. Wir hören wie die fliegenden Mäuse sehen und erfahren Details über ihre Essgewohnheiten und ihr Liebesleben.

 

Die Natur- und Vogelschutzgruppe Griedel läd alle Interessierten am Samstag, den 15. September 2018 ein dabei zu sein. Treffpunkt ist 20:45 Uhr an der "Bleiche" in Griedel (Holzbrücke über die Wetter am Wehr). Mitzubringen sind feste Schuhe. Die Veranstaltung fällt bei Regen aus.

 

Fledermäuse gehören zu den wohl bemerkenswertesten Tieren unserer Heimat. Als einzige Säuge-tiergruppe können sie fliegen, sich bei völliger Dunkelheit durch Ultraschall orientieren und mittels Echolot ihre Beute (vorwiegend Insekten) orten und dann fangen. Durch Absenken ihrer Körpertemperatur können sie in nahezu gleichmäßig temperierten und feuchten Winterquartieren (zum Beispiel Höhlen, Bergwerksstollen, Kellergewölben oder in Baumhöhlen) den Winter schlafend überdauern. Der Schutz der heimischen Fledermäuse liegt auch der Natur- und Vogelschutzgruppe Griedel am Herzen. Um Fledermäuse wirksam zu schützen, ist es erforderlich, ihre angestammten Sommer- und Winter-quartiere zu sichern, neue Quartiere einzurichten sowie ihre Lebensräume zu erhalten beziehungsweise entsprechend zu gestalten, so dass auch genügend Insekten als Beute vorhanden sind. Geeignete Maßnahmen zum Schutz der Fledermäuse sind die dauerhafte Sicherung von Höhlen und Stollen mit speziellen Gittern, von höhlenreichen Bäumen (sogenannte Altholzinseln) sowie die Bereitstellung von Fledermauskästen an Bäumen und Gebäuden. Ferner gilt es, vorhandene Wochenstuben und Quartiere in Gebäuden durch rücksichtsvolle Sanierungsmaßnahmen zu erhalten.

Bei der Vogelstimmenwanderung durch die Klosterwiesen wurden 37 Vogelarten bestimmt

Der Vorsitzende der Natur- und Vogelschutzgruppe Griedel, Thorsten Haver, konnte am Sonntag, den 6. Mai um 6.30 Uhr 25 Naturfreunde begrüßen, die sich am Dorftreff in Griedel eingefunden hatten, um an der Vogelstimmenwanderung teilzunehmen. Der erste Teil der Route führte zu den Klosterwiesen. Dort wurde die Truppe von Vogelstimmenexperte und Gebietskenner Dr. Hubertus Hipke in Empfang genommen. Dieser erklärte zu Beginn, dass die Vögel vielfältige Stimmen und Rufe haben. Während die Lock-, Warn- und Drohrufe meist das ganze Jahr über zu hören sind, ist der Gesang der Männchen an eine bestimmte Jahreszeit gebunden, bei den meisten Singvögeln an das Frühjahr. Er dient in erster Linie der Verteidigung und Abgrenzung des Reviers oder der Anlockung eines Weibchens. Aber auch während der Brutzeit lässt das Vogelmännchen seinen Gesang erschallen - eine Art der Absprache und Synchronisation. Zur Bestimmung der Vogelarten spielt aber nicht nur der Gesang, sondern auch Aussehen und Lebensraum der Vögel eine wichtige Rolle. In den Klosterwiesen gab es viele Vogelarten zu entdecken, die typischerweise in Wasser- und Schilfgebiete auftreten und gewöhnlich nicht in anderen Habitaten zu finden sind. So zeigte sich die Rohrammer in ihrem prachtvollen Federkleid am Schilfrand und Nilgänse, Graureiher und Blässhühner hielten sich auf den Wasserflächen auf. Besonders häufig war ebenfalls der Feldschwirl zu hören und auch das Blaukehlchen verriet sich durch seinen Gesang. Neben Rotmilan und Kuckuck traf auch die erste Schafstelze des Jahres im Naturschutzgebiet ein. Beeindruckt waren die Exkursionsteilnehmer vor allem vom abwechslungsreichen und wohlklingenden Gesang von Nachtigallen, die aus den Gebüschen neben dem Weg gleich mehrfach zu hören waren. Monoton schmetternde und kristallklare, flötende Töne wechselten sich ab mit einem tiefen, harten „tjuck tjuck“ und zirpenden Teilen, gefolgt vom langen, crescendomäßig anschwellenden Schluchzen. Reges Leben herrschte vor allem in den Bäumen. Zilpzalp, Fitis und Dohlen sangen neben den fliegenden rau tschackernden Wacholderdrosseln. Imponierend vollzog auch die Dorngrasmücke ihren Paarungstanz, und Garten-, Klapper und Mönchsgrasmücke stimmten mit ein. Auch der Weißstorch kreiste über die Köpfe der Teilnehmer hinweg zu seinem Partner auf den Hochsitz. Insgesamt wurden 37 verschiedene Vögel durch Beobachtungen und Rufe identifiziert, und einige davon sahen oder hörten die Teilnehmer zum ersten Mal. Nach drei Stunden erreichte die Gruppe wieder den Dorftreff, wo bereits ein reichhaltiges Frühstück auf sie wartete. So konnte die Wanderungen noch bei Diskussionen und Gesprächen ausklingen und die Teilnehmer stärkten sich mit Fleischwurst, Brötchen, Kuchen und Getränken, die von den Damen der Vogelschutzgruppe angeboten wurden.

 

Am vergangenen Sonntag veranstaltete die Natur- und Vogelschutzgruppe Griedel einen Workshop zum Thema Leben am Fluss und auf der Wiese. Unter der Führung des Biologen Thorsten Haver konnten die 12 interessierten Besucher die Lebewesen in der Wetter in Griedel entdecken. Mit Keschern und Lupen bewaffnet wurde bei strahlendem Sonnenschein alles gefangen, was sich nicht schnell genug verstecken konnte. Im Anschluss wurden die gefangenen  Tiere bestimmt und anhand dessen ein Wert für die Gewässergüte des untersuchten Flussabschnitts errechnet. Das hohe Auftreten von Bachflohkrebsen und Eintagsfliegenlarven ließ darauf schließen, dass sich die Wetter erfreulicherweise in einem guten Zustand befindet. Im Anschluss wurden alle Tiere wieder in die Freiheit entlassen.

 

Am Sonntag, den 6. Mai 2018 läd die Natur- und Vogelschutzgruppe Griedel zur Vogelstimmenwanderung durch die Klosterwiesen Rockenberg mit anschließendem Frühstück im Dorftreff ein. Treffpunkt ist 6:30 Uhr am Dorftreff in Griedel. Mitzubringen ist festes Schuhwerk, die Veranstaltung fällt bei Regen aus.

Erstaunlich, was sich auf kleinstem Raum alles tummelt. Wir möchten uns einmal anschauen was genau wir alles auf der Wiese und im Wasser finden können. Die Natur- und Vogelschutzgruppe Griedel läd alle Interessierten am Sonntag, den 3. September 2017 ein dabei zu sein. Treffpunkt ist 14:00 Uhr am Dorftreff Griedel. Gummistiefel sind von Vorteil. Die Veranstaltung fällt bei Regen aus.